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| Termine und Veranstaltungen 2011 |
Gartenreise der Rosenfreunde Trier vom 10.- 13. Juni nach Belgien (Pfingsten 2011)
Mit einer Reisegruppe von 25 Personen fuhren wir am Freitag morgen mit unserem Luxus-Reisebus der Firma Klassen in Richtung Hasselt mit dem Ziel "Stokrooi"
Hier erwartete uns die bekannte belgische Landschaftsarchitektin Dina Deferm in ihrem Garten.
Es war die erste Gartenbesichtigung unserer Reise und wir waren auf Anhieb begeistert. Nach einer ausführlichen Führung durch die Besitzerin konnten wir noch eine Weile bummeln und den Garten im Alleingang durchforsten.
Unser Kommentar: Man muss ihn einfach gesehen haben. Der Garten ist von Meisterhand angelegt. Die Fotos dokumentieren die Eindrücke.
Nach einer 15-minütigen Weiterfahrt erreichten wir den Privatgarten von Familie Vandercuys in Zonhoven.
Wir wurden von Herr und Frau Vandercruys herzlich empfangen. Eine Führung folgte, und nach weiteren Schnupperstreifzügen ging es weiter nach Kinrooi.
In Kinrooi wartete der Rosengarten von Luc van Esser, ein Rosenfreundeskreismitglied der Rosenfreunde Belgien.
In einer Gartenanlage mit ca. 800 Rosensorten, die er selbst im letztem Jahr angelegt hat, konnten wir uns u.a. über eine große Ansammlung stilvoll angepflanzter ADR-Rosen informieren.
Anschließend checkten wir ein im Hotel Despaenjerd und fanden uns wieder zum gemeinsamen Abendessen.
Am nächsten Morgen besuchten wir zunächst den nahegelegenen Garten der Familie Pepels.
Diese Gartenanlage läßt keine Wünsche offen, allein ca. 20 verschiedene Gartenskulpturen schmückten die große Anlage.
Rosengarten, Wassergarten, Pergolen, Laubengänge, Buxus, Gemüsegarten und Obstbaumanlagen, sowie ein Wohnhaus mit Wintergarten vereinten sich auf ca. 2.5 ha Fläche.
Nach diesem tollen Start in den neuen Tag fuhren wir in die Provinz Flandern. In der Nähe von Gent erwartete uns am frühen Nachmittag der Garten der Familie Kathleen und Daniele De Sy-de-Smet.
Hier wurden wir sehr herzlich von der Gartenbesitzerin begrüßt. Sie führte uns durch ihren Garten, der für DAS Highlight dieses Tages sorgte. In diesem Garten gaben klare Linien, Ton in Ton abgestimmte Blütenfarben, Strukturen von Eiben und Buchs, ein atemberaubend gepflegter Rasen, und ein in klassischer Form angelegter Teich die Richtung an. Die Terrasse, wie auch die Gartenmöbel in kubischer Form rundeten das Bild perfekt ab.
Eine Menge von Kletter- und Strauchrosen umgarnten in dezenten Farben mit ihren langen Trieben liebevoll Bögen und Kletterhilfen, so dass dem Garten trotz klarer Strukturen die Romantik nicht fehlte.
In diesem Garten war das "Grün" die dominante Farbe, die dann auch für eine ausgesprochen ruhige Atmosphäre sorgte.
Unser Kommentar: Ein Garten der Superlative.
In 5 km Entfernung konnten wir ein weiteres "Traumland" besichtigen.
Totale Gegensätze trafen wir hier an. Hatte im Garten von Familie De Sy-de-Smet jeder Baum und jede Pflanze seinen konsequent optimalen und präzise angeordneten Platz, so war der Garten von der Künstlerin "Nina Balthau" Romantik pur.
Eine höchstgepflegte Gartenanlage für alle Sinne, die zum Träumen einlädt, und zur Inspiration anregt. Der Garten und das Umland bieten der Malerin Motive in Hülle und Fülle.
Ein Teil des Hauses ist Bestandteil einer Klosters aus dem 15. Jahrhundert. Von Nina Balthau und ihrem Mann wurde es behutsam restauriert. Ein Haus, dessen Geschichte Würde und Ausstrahlung verhalf. Die ganze Welt der Malerin sind Licht und Farben. Sonnige Landschaften und Blumen spiegeln sich in ihren Kunstwerken wieder.
Nach diesen 3 wundervollen Garteninspektionen fuhren wir, nachhaltig beeindruckt, nach Gent, um hier in unserem Hotel einzuchecken und bei einem Spaziergang an der Leie das Gesehene nachwirken zu lassen.
Von Gent ging es am 3. Tag nach Oudenburg zur Rosenschule Lens. Nach einer Führung durch Rudi Velle, Inhaber der Rosenschule, und Nachfolger von Louis Lens, hatten wir Gelegenheit zum Kauf von Rosen.
Nach Oudenburg besichtigten wir anschließend die Gartenanlage von Maurice Vergoote.
Hier trafen wir auf eine überwältigende Pflanzenvielfalt an Rosen und Stauden, kunstvoll zusammengestellt in eindrucksvollen Rabatten.
Schade, dass es uns hier an Zeit gefehlt hat. Darüber ein bißchen enttäuscht verabschiedeten wir uns von einem Fachmann par excellence, der seine Pflanzen aus aller Welt sammelt und perfekt zusammenfügt.
Brügge stand auf unserem Programm. Dieser lebendigen alten Stadt, die jahrelang im Dornröschenschlaf gelegen hat, statteten wir einen kurzzeitigen Besuch ab.
Am letzten Tag besuchten wir die Stadt Gent.
Ein professioneller Stadtführer zeigte und erläuterte die Sehenswürdigkeiten der historischen Altstadt. Die Gelegenheit, den berühmten Genter Altar "Das Lamm Gottes", der Maler Gebr. van Eyck, zu besichtigen, ließen wir nicht aus.
Nach einem reichhaltigen Mittagsimbiss war die Heimfahrt angesagt, mit einem Zwischenstopp in Sint Pieters Leeuw bei Brüssel.
Hier befindet sich der internationale Rosengarten "Coloma", der uns mit beeindruckender Rosenvielfalt überraschte. Rosen aus aller Welt haben hier auf einer riesigen Parkfläche einen wunderschönen Platz gefunden. Man sah ihnen an, sie fühlten sich wohl und sprühten nur so vor Farbe und Blühfreude.
Damit verabschiedeten wir uns von Belgien, einem Land, dessen Gartenbesitzer ein Höchstmaß an Gartengestaltung anwendet - von einer eindrucksvollen Gartenreise, die – so wie die Reiseteilnehmer begeistert versicherten - noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
LS
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